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Pelletheizung

Förderungsgelder

Für den Einsatz erneuerbarer und alternativer Energien gibt es oft Geld vom Staat, das unter bestimmten Voraussetzungen gezahlt wird. Die Höhe der Zulagen wird aber ständig verändert. Ich persönlich gehe mal davon aus, dass dies vor allem mit dem Bundeshaushalt zu tun hat.

Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sind förderfähig die Errichtung und Erweiterung von Anlagen zur Verbrennung von fester Biomasse für die thermische Nutzung, welche folgende allgemeine Voraussetzung erfüllen:

  • Die Anlagen müssen der Bereitstellung des Wärmebedarfs eines Gebäudes dienen, für das bereits vor dem 01. Januar 2009 ein Bauantrag gestellt bzw. eine Bauanzeige erstattet wurde und das bereits vor dem 01. Januar 2009 über ein Heizungssystem verfügte (Gebäudebestand).
  • Es muss ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage vorgenommen worden sein (zum Beispiel nach ZVSHK Fachregel "Optimierung von Heizungsanlagen im Bestand"). Dieser ist durch Vorlage der Rechnung Ihres Fachunternehmers über die Durchführung des hydraulischen Abgleichs (in Kopie) oder anhand von standortbezogenen Berechnungsunterlagen, errechneten Einstellvorgaben oder Einstellprotokollen der Strangregulier- bzw. Thermostatventile (in Kopie) nachzuweisen.
  • Ab dem 01.09.2011 ist zusätzlich Fördervoraussetzung, dass mindestens eine Umwälzpumpe im Heizungssystem die Effizienz-Anforderungen entsprechend der Effizienzklasse A erfüllt. Dies ist durch Vorlage der Rechnung (in Kopie) nachzuweisen. Der Hersteller und die Typbezeichnung müssen aus der Rechnung hervorgehen. Eine Liste der (separaten sowie integrierten) Umwälzpumpen steht rechts nebenstehend im Bereich "Downloads" zur Verfügung. Ausgenommen von dieser Regelung sind Pelletöfen mit Wassertasche.

Alles was mit Pelletheizungen zu tun hat, wird heute über ein so genanntes Marktanreizprogramm Förderung von Scheitholz- und Pelletheizungen vorgegeben.

Basisförderung

Die Förderung von automatisch beschickten Anlagen mit Leistungs- und Feuerungsregelung sowie automatischer Zündung zur Verfeuerung von Holzpellets mit einer installierten Nennwärmeleistung von 5 kW bis 100 kW beträgt 36 Euro je kW errichteter installierter Nennwärmeleistung.

Zu den förderfähigen Pelletkesseln gehören auch Kombinationskessel zur Verfeuerung von Holzpellets und Scheitholz. Kombinationskessel müssen über ein Mindest-Pufferspeichervolumen von 55 Liter je Kilowatt Nennwärmeleistung für den handbeschickten Teil der Anlage verfügen.

Die Förderung beträgt für automatisch beschickte Pelletkessel, Pelletöfen und Kombinationskessel Pellets-Scheitholz von 5 bis 100 kW Nennwärmeleistung 36 Euro je kW.

Die Mindestförderbeträge betragen:

  • für Pelletöfen mit Wassertasche: 1.000 Euro
  • für Pelletkessel: 2.000 Euro
  • für Pelletkessel mit neu errichtetem Pufferspeicher und mit einem Speichervolumen von mindestens 30 l / kW: 2.500 Euro.

Der Antrag ist innerhalb von 6 Monaten nach Inbetriebnahme der Anlage zu stellen. Förderfähig sind Vorhaben, die ab dem 16. Oktober 2006 begonnen wurden und zum Zeitpunkt der Antragstellung fertig gestellt sind. Achtung: Anträge von Unternehmen und freiberuflichen Antragstellern sind ab dem 1.10.2009 hiervon abweichend vor Vorhabensbeginn zu stellen.

Dringend empfehlenswert ist es, einen Anlage vor Errichtung auf Fördermöglicheit zu prüfen. Die BAFA hält hier Listen bereit, welche Anlagen Förderfähig sind bzw. welche Förderrichtlinie gilt.

Bonusförderung

Zusätzlich können Bonusförderungen für den Einbau einer Solarkollektoranlage, eine besonders gute Wärmedämmung des Gebäudes und für besonders effiziente Heizungs-Umwälzpumpen gewährt werden.

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