Home » Holzpellets

Holzpellets

Kleine Stäbchen mit viel Energie

Der Brennstoff Holzpellet entsteht eigentlich als ein Abfallprodukt von anderen Hölzern bzw. aus der Holzverarbeitung. Für Holzpellets werden Nebenprodukte aus Sägeabfällen genutzt (Sägemehl, Hobelspäne usw.) sowie Resthölzer aus Durchforstungen. Ökologisch günstig ist die Tatsache, dass Pellets meist nahe an dem Ort hergestellt werden, an dem sie anfallen. Typischerweise sind diese Orte Säge- oder Hobelwerke, wo vor allem Abfälle in Form von Säge- oder Hobelspänen anfallen.

Pellets werden in verschiedenen Formen verkauft. Für kleine Ofen gibt es Sackware, für große Anlagen gibt es mittlerweile Silowagen. Sie laden direkt vor Ort den Silo voll und blasen dann die Pellets sozusagen in die Lagerstätte vor Ort.

Die energetische Rechnung bei der Herstellung von Pellets ist durchaus gut. Zur Herstellung einer Tonne Pellets benötigt man ca. 5 bis 8m3 Sägemehl. Der Energieeinsatz bei der Herstellung beträgt um die 2% (bezogen auf die Energie der Pellets). Das ist ein guter Wert. Allerdings muss man manchmal noch den Trocknungsaufwand für den Rohstoff dazu rechnen. So kommt man real auf einem Wert von 7 bis 9%, was aber immer noch gut ist.

Anders gerechnet: Eine Tonne Pellets ergeben einen Energiegehalt von ca. 5.000kWh. Das würde etwa 500 Liter Heizöl entsprechen. Für die Herstellung braucht man im Idealfall eine Energie von 75 kWh. Im schlechtesten Fall muss man allerdings bis 500 kWh einsetzen.

Bei der Herstellung hat sich mittlerweile ein Gütesiegel durchgesetzt. Pellets von geprüfter Qualität werden mit dem Zeichen der DIN (5731) oder dem Gütezeichen der Ö-Norm M7135 auf den Markt gebracht. Die Ö-Norm ist restriktiver als die DIN-Norm. Qualitativ am hochwertigsten sind aber Pellets nach der Din Plus Gütenorm.

Je höher die Dichte des Pellet, umso höher die Qualität. Der Heizwert dicht gepresster Pellets ist höher und das Brennverhalten ist besser. Die Dichte kann man relativ gut prüfen. Man gibt Pellets einfach in ein Glas Wasser. Dicht gepresste Pellets müssen gleich untergehen. Je langsamer sie untergehen, umso geringer die Dichte. Ganz schlecht ist die Dichte, wenn die Pellets oben auf dem Wasser schwimmen.

Die Restfeuchte von Pellets sollte nicht zu hoch sein. Sie sollte im Idealfall bei 8 bis 10% liegen. Man hat sogar errechnet, dass es einen Idealdurchmesser für Pellets gibt. Als relativ günstig hat sich ein Pelletdurchmesser von 6mm herausgestellt.

Ein weiterer wichtiger Wert (den man aber kaum selbst nachvollziehen kann) ist der Abriebwert. Je höher der Abrieb, umso höher der Gewichtsverlust. Ein poröser Pellet zerfällt und hat eine geringe Heizwirkung, ein fester Pellet bleibt bis zum Einbringen in die Heizung in seiner Ursprungsform.

Grob kann man sagen: 2kg Holzpellets entsprechen etwa 1 Liter Heizöl extraleicht bzw. 1m3 Gas. Dabei ist der Heizwert immer abhängig von der Qualität der Pellets. Schlechte Qualität bedeutet in der Regel schlechterer Heizwert.